AlpenX Tuxer Joch | Tuxer Joch

AlpenX Tag 2 Tuxer Joch

Vorderlanersbach - Tux - Tuxer Joch - Kasern - Schmirn - Stafflach - Brenner - Sterzing

50 km / 1300 hm

So. Tuxer Joch, jetzt bist du fällig. Nachdem Martin und ich im letzten Jahr wegen Schneefall umkehren mußten, heute bist du dran.
Erst Richtung Tux, rechts hoch über die Bichlam zur Sommerbergalm und dann rauf auf das Tuxer Joch. Abfahrt nach Kasern, raus nach Schmirn und über den Brenner nach Sterzing runter rollen. Das hört sich doch gut an.

Wegen Umbauarbeiten im Hotel schickt mich der Herbergsvater zum Bäcker nebenan zum frühstücken. Pech ist nur, dass der Bäcker erst später öffnet... Dann gehts also ohne Frühstück auf die nächste Etappe. Igendwo werd ich schon noch was zum Beißen her bekommen... Die 6 km und 200 hm durch das Tuxer Tal bis zur Abzweigung kurz vor Tux sind schnell überwunden. Von nun an geht es auf Schotter weiter, ein Hinweisschild sagt mir, dass die Bichlalm in gut 200 hm kommen wird. Ein Frühstück auf der Alm ist bestimmt auch schöner als irgendwo bei einem Bäcker im Tal, denke ich...
Im kühlen Schatten sind die langgezogenen Serpentinen schnell zurückgelegt und ich stehe mit meinem MTB vor der Bichlalm auf 1726m Höhe. Leider ist die Alm noch geschlossen. Ok, dann geht die AlpenX Hungertour nochmal weiter. An der Bergstation der 8er Kabinenbahn zur Sommerbergalm gibt es bestimmt ein zünftiges Bergrestaurant, denke ich...
Um mich herum wird der Nebel stellenweise so dicht, dass ich keine 50 m weit sehen kann. Das macht die Radlerei hier heroben irgendwie mystisch. Gegenüber taucht immer wieder das Schigebiet des Tuxer Gletschers zwischen den Wolken auf. Ich frage mich, ob es sein muß, dass im Sommer Schi gefahren wird? Der Weg rauf zur Sommerbergalm auf 2100 m Höhe ist wieder durchwegs fahrbar. Ich bin jetzt seit zwei Stunden unterwegs, zum Essen hab ich immer noch nichts gehabt, und so wie das hier aussieht, ist die Bergstation auch nur eine Bergstation. Zum Essen gibt es hier wieder nichts. Nochmal weiter.
Messer und Gabel auf dem Hinweisschild zum Tuxer Hoch Haus versprechen nun, dass es da oben was zu Essen gibt. Also weiter. So schlimm kann es ja nicht werden, schließlich ist das Tuxer Joch Haus am Horizont schon zu sehen. Der Weg Nr. 426 bringt mich dann zum höchsten Punkt meines 2010er AlpenX, zum Tuxer Joch Haus und zu meinem Käsnocken-Frühstück. Hurra... Der Weg rüber zum eigentlichen Tuxer Joch verläuft recht flach. Am Joch werden noch ein paar Fotos geschoßen und dann geht es ab in den Downhill des heutigen Tages. Naja, gut gebrüllt Löwe, der Downhill ist für mich nur stellenweise zu fahren. Die meiste Zeit muß ich mein MTB doch schieben. Aber auch das macht Spaß in dieser einsamen und einzigartigen Bergwelt. Unten am Talboden des Schmirntals geht es am Schmirnbach entlang durch verstreute Weiler. Mein MTB rollt durch die Ortschaften Kasern und Schmirn und landet letztendlich in Stafflach an der Brenner Bundesstraße.
Es ist eine gewaltige Umstellung, von der Abgeschiedenheit des Schmirntales auf die Brenner Bundesstraße zu kommen. Die Hektik des Autoverkehrs, die Hitze und Abgase der Fahrzeuge zerren an meinen Kräften genau so wie die 250 hm, die hier noch abzustrampeln sind. Das ist aber Alles besser, als im Stau auf der Brenner Autobahn zu stehen. Ich merke das an den neidvollen Blicken der Autofahrer, die im Stau stehen... Hinter der Ortschaft Brenner haben die Italiener einen nigelnagelneuen Radweg angelegt. Dieser führt immer leicht abwärts bis kurz vor Gossensaß. Von Gossensaß nach Sterzing bin ich schon mal geradelt. Das ist nicht der Rede wert.

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