Alpencross Similaun Hütte | Passo S. Giovanni

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Alpencross Tag 6 Passo S. Giovanni

Passo Santel - Passo S. Giovanni - Lon - Fraveggio - S. Massenza - Sarche - Dro - Arco - Torbole

47 km / 810 hm

Diese Nacht erlebte ich ein ganz anderes Alpencross Erlebnis. Fenster auf und ich werde taub. Oder, Fenster zu und ich ersticke?
Gegenüber meinem Hotel fand diese Nacht ein Karaocke-Wettbewerb statt. An Schlaf war bis drei Uhr nicht zu denken. Wenn ich eine Taschenlampe dabei gehabt hätte, dann wäre ich mitten in der Nacht mit meinem MTB nach Torbole aufgebrochen... Ich hab mich übrigens für die Gefahr der Taubheit entschieden, diese aber mit Ohrstöpsel aus Papiertaschentüchern bekämpft. Mit bescheidenem Erfolg...

Früh am Morgen möchte ich so schnell wie es geht weg hier. Ich bike erst mal Richtung Andalo, schon nach ein paar Kilometern geht es weg von der Hauptstraße, links rauf in das Paganella Schigebiet. Auf steinigem Forstweg gewinne ich schnell an Höhe. Ab 1550 Meter Höhe geht es etwas flacher am Hang dahin. Unter mir breitet sich der Molveno See aus. Ein alter Bekannter, beim Alpencross Brogles Alm bin ich 2009 mit Martin da unten vorbei gekommen. Die typischen Wolken über den Gipfeln der Brentaberge haben mittlerweile Brüderschaft beschlossen Gemeinsam kühlen sie mich ab, öffnen ihre Schleusen und schicken mir richtig schwere Regentropfen. Hilft nix, da kommen jetzt tatsächlich meine Regenjacke und der Regenschutz meines Rucksackes noch zum Einsatz.. Nach tagelangem Sonnenschein eine willkommene Abwechslung, denke ich. Kurz nachdem ich den Passo S. Giovanni (1667 m) erreicht habe, ists mit dem Regen auch schon wieder vorbei. Der Passo S. Giovanni liegt in einer ausgedehnten Hochebene über dem Molvenosee auf der einen Seite und Covelo und Terlago auf der anderen Seite. Mit den Auswirkungen des Regenschauers habe ich noch ein wenig zu kämpfen. Der Weg, runter vom Passo S. Giovanni ist sausteil, er besteht aus einbetonierten Rundlingen, ähnlich dem nahen Ranzo-Trail. Die Oberflächen der einbetonierten Steine sind nach dem Regen noch nass. Sie sind arschglatt, bieten verdammt wenig Grip. Zwischenzeitlich überlege ich, es mit Schieben zu versuchen, finde aber mit meinen Radschuhen und den Klickies noch weniger Halt. Mich hauts fast auf den Hintern... Also doch weiter runter Bremsen.

Über die Ortschaften Lon und Fraveggio erreiche ich den Lago di Santa Massenza und den Toblino See. Von hier geht es über Sarche, Dro und Arco nach Torbole, wie auch 2009 schon. Mit Heinz, einem Kollegen habe ich vormittags ein paar SMS geschrieben. Er ist seit gut zwei Wochen in Torbole an einem Campingplatz.. Seine letzte SMS lautet: "... Bier steht kalt."
Nach einer gemütlichen Brotzeit bei Heinz verbringe ich den Rest des Nachmittages in Torbole am Strand. Am Abend treffen wir uns zum Pizzaessen, später bewundere ich noch ein nettes Feuerwerk, welches von Riva aus gen Himmel geschoßen wird. Mit dem Bikeshuttle geht es am nächsten Morgen heim zur Familie.

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