Val Mora | GoldseeX MTB Tour

Val Mora | GoldseeX

Val Mora GoldseeX Tag 1
26.08.2015

Glurns - Müstair - Sta Maria - Döss Radond - Val Mora - Lago S. Giacome di Fraele - Lago di Cancano - Villa Valania

47 km / 1530 Höhenmeter

Jonas und ich wollen nochmal los. Drei Tage lang mit Rucksack und Bike von Ort zu Ort.

Was für eine Strecke nehmen wir diesmal? Da gibt es den absolut gehypten "Goldsee Trail". "Das ultimative Trailerlebnis...", "Spektakuläres Trail- und Naturerlebnis mit Gletscherblick" und "Der schönste Trail Europas..." sind eine kleine Auswahl der werbenden Schlagwörter, die diesen Trail plakativ beschreiben wollen. Jonas und ich bilden uns ein eignes Urteil über den Goldseetrail. Wir basteln uns einen GoldseeX bei dem das "ultimative Trailerlebnis" die Schlußetappe bilden soll. Davor wollen wir durch das traumhafte Val Mora biken. Nach dem Val Mora übernachten wir in der Nähe des Lago di Cancano um am nächsten Morgen gleich zur Malga Pedenolo uphillen zu können. Den Pedenolo Trail biken wir bergauf, über die Bocchetta di Forcola gehts rüber zum Stilfserjoch. Nach dieser Übernachtung auf einer Höhe von 2770 Meter kommt dann der Goldsee Trail unter unsere Stollen...

Los gehts es nach viereinhalb Stunden Autofahrt in Glurns, unterhalb des Reschensee. Wir schmeissen uns die Rucksäcke rauf und treten gut gelaunt los ins Münstertal, auch Val Müstair genannt. Stetig ansteigend führt uns schon bald der Radweg nach Müstair und Santa Maria. Nachdem wir in einer kleinen Bäckerei für zwei belegte Brezen 15,50 Euro bezahlt haben, wissen wir dass wir in der Schweiz angekommen sind.
Gleich nach der Bäckerei lassen wir den Umbrailpass links liegen, auf dem sollen sich die Rennradler amüsieren...
Jonas und ich biegen erst am Ortsausgang von Santa Maria links ab. Es geht dann gleich sausteil auf schattigem Waldweg bergauf. Jonas sehe ich von jetzt an immer nur von hinten, meist recht weit entfernt und hin und wieder sehe ich ihn gar nicht mehr... Nach 350 Höhenmeter kommen wir nach Tschuccai. Hier war ich 2013 schon, damals startete ich den Val Mora Uphill in Tschierv, also oberhalb von Santa Maria. Ich kann mich an die traumhafte Landschaft dieses Uphills noch sehr gut erinnern.

Half Width (Last)

Ab einer Höhe von circa 1700 Meter wird das Tal weitläufiger, der Lärchenwald weniger dicht und die Aussicht auf die umliegenden Berghänge lohnender. Auch die Steigung des Weges lässt nach, Genussbiken pur. Wie ich am höchsten Punkt des heutigen Tages, am Döss Radond auf 2234 Meter Höhe ankomme, sitzt Jonas im Gras und zeigt mir den Daumen nach oben. Mit einem Grinsen im Gesicht gratuliert er mir. Danke sehr.
Hier oben genießen wir mit anderen Mountainbikern die Stille und die unendliche Weite des Val Mora Tals. Energieriegel und Wasser aus unseren Trinkflaschen lassen mich wieder zu Kräften kommen bevor Jonas und ich durchs malerisch schöne Val Mora Tal rollen. Das ist der Lohn für die 1400 Höhenmeter die wir von Glurns her gesammelt haben. Der zweite Lohn ist dann der fahrtechnisch doch etwas anspruchsvollere Trail am Aua da Val Mora. Erst auf der rechten Seite, dann auf der linken, schlängelt sich dieser teilweise ausgesetzte, schmale Weg am Bach entlang. Hier finden wir den Flow, schiessen Gegenanstiege hoch ohne in die Pedale treten zu müssen. Es reicht, die Bremsen zu öffnen. Jaaaaaa!!!

Die ebene Strecke, kurz vor dem Lago di S. Giacomo schmeckt uns dann wegen heftigem Gegenwind und sehr tiefem, sandigen Untergrund wieder weniger. Aber auch das geht vorbei. Genau so wie der eine oder andere Gegenanstieg auf unserem Weg, am zweiten Stausee, dem Lago di Cancano, entlang.
Wie wir an unserer Unterkunft, Villa Valania, ankommen ist die Welt absolut in Ordnung. Wir werden mit Chips und Trinkbarem versorgt, unser Zimmer ist einfach aber sehr sauber und der Wirt der Villa Valania reicht uns sogar einen handgeschriebenen Zetttel mit der WLAN-Kennung des Hauses. So lässt es sich aushalten in den Sonnenstühlen vorm Haus.
Am Abend werden Jonas und ich mit einem Abendessen versorgt, welches für eine halbe Fussballmannschaft gereicht hätte. Zwei Riesenteller Spaghetti, danach Fleisch und Pommes und Salat... "It was really fine, but a little to much, we r finished. Good night." So verabschieden wir uns vom Wirt...

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