Goldsee Trail | GoldseeX MTB Tour

Goldsee Trail | GoldseeX

Goldsee Trail GoldseeX Tag 3
28.08.2015

Tibet Hütte - Dreisprachenspitze - Goldseeweg - Furkelhütte - Almweg Nr. 4 - Stilfseralm - Almweg Nr. 4 - Lichtenberger Alm - Almweg Nr. 4 - Glurnser Alm - Weg Nr. 24 - Glurns

29 km / 540 Höhenmeter

Es ist soweit, das "ultimative Trailerlebnis mit Gletscherblick" steht bevor.

Kurz noch ein Frühstück reingeschmissen, auf die Dreisprachenspitze raufgeschoben und der Goldsee Trail liegt vor uns. Am Anfang, genau so wie wir ihn aus unzähligen youtube Videos kennen. Handtuchbreit zieht sich der Goldsee Traill leicht abfallend am Hang dahin.
Wir biken über den Wolken und in den Wolken. Diese Lichtstimmungen im sonnendurchfluteten Nebel, tief unter uns, hinter einem dichten Wolkentepich liegt das Vinschgau im morgendlichen Halbschlaf. Wieder ist es ein unbeschreibliches Glücksgefühlt, das alles erleben zu dürfen. Der Goldseeweg hat aber auch andere Seiten. Verblocktes Gelände, welches unmöglich im Sattel bewältigt werden kann und stufige Abschnitte, bei denen Jonas und ich zweimal überlegen, ob wir im Sattel bleiben oder nicht. Wir bleiben nicht immer im Sattel...
Diese Seiten findet man selten auf Internetvideos. Mit dem Flow ist es da schnell vorbei... Mit dem Wissen, dass der Goldseeweg nicht nur locker am Hang entlang läuft sondern uns auch sehr fordert, schmeckt uns die Cola und der Apfelstrudel an der Furkelhütte. Wir sind nicht die einzigen Biker an der Furkelhütte. Mit uns ist eine ganze Meute von Mountainbikern hier angekommen. Alle auf schweren Bikes mit reichlich Ferderweg, fast alle mit Protektoren. Dass dieser Ansturm so kanalisiert statt findet, liegt daran, dass der Weg nur vor 10 Uhr und nach 16 Uhr von Mountainbikern befahren werden darf. Zum Schutz der Wanderer. Ich denke das macht auch Sinn. Nach der Furkelhütte ist der Goldseetrail vielleicht zu Ende, unsere Tour aber noch lange nicht.

 

Half Width (Last)

Jonas und ich klettern wieder auf 2265 m Höhe. Dort oben genießt eine Herde von jungen Pferden die Aussicht auf die weißen Gletscher des Ortler. Weiter gehts, runter zur Stilfseralm, immer fahrbar auf einem engen Trail. Hinter der Stilfseralm geht es wieder bergauf. Auf dem Almweg Nr. 4 halten wir uns im Anschluß länger auf.
In ewigem Auf und Ab bewegen wir uns in einer Höhe von gut 2000 Meter. Flow kommt hier aber keiner mehr auf. Wir fahren 10 Meter und müßen dann wieder absteigen, weil es entweder unfahrbar, verwurzelt bergauf geht oder sogar ein gewachsener Baumstamm den Trail komplett versperrt. Ewig rauf und ewig runter, wobei es gefühlt immer bergauf geht. An den Lichtenberger Almen hätten wir wieder die Chance, ins Vinschgau, Richtung Lichtenberg abzufahren. Jetzt ist es auch schon wurscht, wir bleiben oben. Und es geht genau so bescheiden weiter wie schon die letzte Stunde.

Nach der Tschageinhütte erkenne ich auf dem Navi, dass sich unser Weg doch langsam von den Höhenlinien weg nach rechts entfernt. Soll heißen, es muss doch irgendwann mal bergab gehen... Wie wir dann zwischen den Bäumen den Reschensee erkennen können, sind auch die letzten Zweifel beseitigt, es geht abwärts. Nach der Glurnser Alm suchen wir uns den 24er Weg und downhillen nach Glurns. Nach dem ewigen Fahren, Absteigen, Schieben, Aufsteigen, macht uns der enge, steile, verwurzelte Downhill auch nichts mehr aus. Wenn wir hier absteigen müssen, wissen wir wenigsten warum...
Irgendwann spuckt uns der 24er doch wieder auf die Fahrstraße nach Glurns. Eigentlich sind wir zum wegschmeißen kaputt, wir sind aber auch unbeschreiblich stolz auf unsere Leistung.

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