Kreuzjoch | Stoanane Mandln MTB Tour

Kreuzjoch | Stoanane Mandln

Hafling - Falzeben - Rotwandhütte - Meraner Hütte - Kreuzjoch - Auener Jöchl - Stoanane Mandln - Leachner Alm - Hafling
29 km / 1200 hm

Kreuzjoch
Kreuzjoch
Betriebstemperatur erreicht
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ganz unten, der "Meraner Kessel"
Kreuzjoch
weiter gehts...
Kreuzjoch
Kreuzjoch
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Haflinger aus Hafling
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Pause an der Meraner Hütte
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wir biken den Haflinger Höhenweg
Kreuzjoch
gell, da schaust ...
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... wenn wir vorbei ballern
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Alex am Anstieg zum Kreuzjoch 2086 m
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Prost, Tim!
Kreuzjoch
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Wir sind Weltmeister!
Kreuzjoch
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bei den Stoananen Mandln
Kreuzjoch
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Respekt, Martin!
Kreuzjoch
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Alex zählt Stoanane Mandln :)
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Tim und Johnny machen sich bereit für den Downhill ...
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... während Alex die Sonne genießt
Kreuzjoch
Endlich down the hilll...
Kreuzjoch
Kreuzjoch
... los jetzt
Kreuzjoch
dieser Trail ist episch
Kreuzjoch
ein Hammertag geht zu Ende

Biken mit Martin und Alex ist überfällig.
Wenn dann noch Martins Sohn Tim und Jonas, mein Sohn, dabei sein können, dann ist das Mountainbike Wochenende perfekt. Ausgesucht haben wir uns die MTB Region oberhalb von Meran, welche für ihre "Haflinger" Pferde weltberühmt ist. Wir biken zu den Stoananen Mandln. Auf den Hochweiden oberhalb der Baumgrenze gehen viele Trails ursprünglich auf die Trampelpfade der "Haflinger" zurück. Nicht selten verlaufen viele Pfadspuren parallel, so dass man sich seine eigene Linie selbst suchen kann.
Die Trails sind hier oft verwurzelt und werden technisch etwas anspruchsvoller. Tolle Panoramablicke auf die Dolomiten und den Alpenhauptkamm reichern dieses Bikerevier zusätzlich an. Das sollte passen.

Nach einer problematischen Anreise, Marderbiss im Motorraum des Mietwagens und zweistündigem Stau auf der Autobahn haben wir es am Freitag gegen 23:00 Uhr doch noch geschafft, nach Hafling bei Meran zu kommen. Die traditionelle Brotzeit auf einem Autobahnrastplatz und ein gemütliches Zusammensitzen auf der Terasse unseres Hotels lassen die Startschwierigkeiten schnell vergessen.
Ein feudales Frühstück und es geht los. Wir kurbeln von Hafling nach Falzeben auf Asphalt. Das sind knapp 500 Höhenmeter auf 5 Kilometer bei morgendlichen gefühlten 36° Celsius. Unsere Betriebstemperatur haben wir dabei schnell erreicht. Hinter Falzeben geht es auf Wanderwegen weiter.

Es bleibt aber bei diesem Zwischenfall. Alle anderen Begegnungen mit Wanderern verlaufen harmonisch. Wir grüßen uns und nehmen gegenseitig Rücksicht. Der Weg, rauf zur Meraner Hütte ist für unsere zwei Jungs durchgehend fahrbar. Dass die beiden fit sind, haben wir uns schon gedacht, aber dass sie uns an den Anstiegen zur Rotwandhütte und im weiteren Verlauf immer wieder mehrere hundert Meter zurück lassen, das überrascht uns doch sehr. Hier ist unverkennbar ein Generationenwechsel im Gange.
Auch auf dem Haflinger Höhenweg sind es Tim und Jonas, die das Tempo vorgeben. Sie klettern ehrgeizig jeden Gegenanstieg hoch ohne aus dem Sattel zu müssen. Fetten Respekt!!! Auf dem Hochplateu queren wir vom Kreuzjöchl 1984 m über das Kreuzjoch 2086 m und Auener Jöchl 1924 m rüber zu unserem Ziel den Stoananen Mandln 2001 m. Es macht Spass hier oben zu biken, der Weg ist bestens angelegt, erdig und teilweise steinig.
Unsere Blicke schweifen vom Alpenhauptkamm rüber in die Dolomitenwelt bis hin zur Marmolada und dem König Ortler. Wie eine Soldatenschar erwarten uns die mehr als 100 aus Steinplatten aufgeschichteten "Stoananen Mandln". Auf unseren Biketouren haben wir sie schon öfter gesehen, die Steinplatten dienen der Orientierung und zeigen den Verlauf von Bergwegen an. In anderen Fällen wurden sie von Hirten einfach nur zum Zeitvertreib aufgebaut. Eigentlich müssten so auch diese auf 2001 m liegenden Steinmänner als Hirtenzeitvertreib gelten, wären da nicht Felsblockgravuren und Feuersteingeräte gefunden worden, die auf Steinzeitliches Alter und Mittelalterliches Treiben hinweisen. Hier, auf 2000 m, sollen vor etwa fünfhundert Jahren Hexentänze und Teufelsfeiern zelebriert worden sein – Schauergeschichten wie Gewittermachen und das Verspeisen von Kindern inklusive. Na, da machen wir uns besser aus dem Staub...

Der folgende Downhill runter über Vöraner Alm und Wurzeralm ist nur in einem Wort zu beschreiben. Episch. Ich kann mich nicht an viele Trails erinnern, die so anspruchsvoll und doch fahrbar sind. So lange und abwechslungsreich. Anfangs mit leichten Gegenanstiegen geht es später über tausend trockene Wurzeln, über Slickrocks, und Stufen bergab. Wir reiten durch Hohlwege und über Almen. Es gibt insgesamt nur zwei oder drei Stellen an denen wir kurz absteigen und wenige Meter schieben müssen. Und schon gehts wieder weiter... Mit einem breiten Grinsen im Gesicht landen wir schließlich im Pool unseres Hotels, das Grinsen wird dabei nicht weniger.
Nach unserm 4 Gänge Menü am Abend auch nicht.