Tremalzo Runde
Torbole - Riva - Pregasina - Passo Rocchetta - P. Guil - Bocca dei Fortini - P. Nota - Tremalzo - Sent. 456 - Lago di Ledro - Torbole
51 km / 2150 Höhenmeter
Torbole - Riva - Pregasina - Passo Rocchetta - P. Guil - Bocca dei Fortini - P. Nota - Tremalzo - Sent. 456 - Lago di Ledro - Torbole
51 km / 2150 Höhenmeter
Dann kann es ja los gehen. Was jetzt kommt, sind die typischen Tremalzokehren. In zahlreichen Serpentinen geht es auf groben Schotter bergauf. Die festgefahrene Spur ist nur einen halben Meter breit, daneben ist der Schotter lose und unfahrbar. Aber auch hier finden wir unseren Rhythmus und treten in endlosen Kehren nach oben.
Am Scheiteltunnel des Tremalzo (1830 m) ist es dann soweit, es ist nur mehr ein dunkles schwarzes Loch vor uns, es geht nach stundenlangem Bergauffahren nicht mehr weiter nach oben. Geschafft. Bis hierher ist der Tremalzo für uns durchgängig fahrbar. Auf der anderen Seite des Tremalzotunnels geht es kurz bergab zum Rifugio Garda. Nach einem kleinen Einkehrschwung schießen wir dann knapp 300 Höhenmeter auf einem Asphaltband nach unten.
Aber nicht weiter.
Jeder zusätzliche Meter auf Asphalt wäre vergeudet.
Für die Anstrengung hier rauf wollen wir mit einem schmackhaften Trail belohnt werden. Auf einer Höhe von 1540 m biegen wir beim Rifugio Garbaldi auf den Sentiero 419 rechts ab, folgen dem zuerst gut 100 Höhenmeter nach oben und lassen es dann krachen. Der jetzt sehr schmale, aber immer fahrbare 456er bringt uns den Spaß, den wir gesucht haben. Über Wurzeln und Fels reiten wir Richtung Val di Ledro. Leider gibt es zwei Wermutstropfen zu verkraften, Martin wird von ein paar heftigen Muskelkrämpfen gequält und Erwin hat ein Problem mit seinem rechten Oberschenkel. Den Oberschenkel hat sich Erwin bei einem Sturz ausserhalb unserer Sichtweite ramponiert, so dass er jetzt geschwollen ist und nicht mehr belastet werden kann. Als wir dann den Ledrosee zwischen den Bäumen erblicken, sind wir doch recht froh, dass der fordernde Downhill zu Ende geht.
Wir rollen auf Asphalt durch Molina di Ledro, das Val di Ledro, zur altbekannten Ponalestraße und schließlich zurück nach Riva und Torbole.
Nach ein paar ungeduschten Bierchen auf der Sonnenterasse unseres Hotel Monte Baldo sind die Schmerzen auch schon wieder vergessen. Und nach der obligatorischen Pizza am Abend sowieso... :-)