Altissimo Runde
Torbole - Malga Casina - Monte Varagna - Monte Altissimo - Malga Campo - Malga Campei - Loppio - Torbole
41 km / 2180 Höhenmeter
Torbole - Malga Casina - Monte Varagna - Monte Altissimo - Malga Campo - Malga Campei - Loppio - Torbole
41 km / 2180 Höhenmeter
Was auf unserer MTB Runde kommt ist erst eine mit groben Steinen übersäte Steilpiste, dann eine Genußfahrt von kurzen 300 Metern über flaches Wiesengelände und dann der heiße showdown schlechthin. Das letzte Stück des Sentiero della Pace ist für niemanden auf dieser Welt fahrbar. Hier wird gekraxelt und das MTB getragen. Ich frage einen italienischen Mitkraxler, ob er mich denn überholen will, ich würde den Weg gerne frei machen. "No stress!" antwortet er...
Zwischendurch kommen uns Zweifel an unserem Vorhaben, wir bewegen uns mit unseren MTB am Rücken in Reinholdmessnermounteveresttempo nach oben. Die letzten Meter stapfen und rutschen wir durch kniehohen Schnee. Schon wie wir das Rifugio Altissimo auf 2060 Meter Höhe erblicken, ist die Plagerei der letzten Stunden wieder vergessen. Wir rollen unterhalb des Altissimo Gipfels zum Rifugio, und belohnen uns mit einer Portion Spaghetti.
Die Welt ist wieder in Ordnung.
Nach unserer Pause erklimmenn wir die letzten Höhenmeter zum Gipfel des Altissimo, schießen ein paar Poserfotos und nehmen mit Anlauf den Weg nach unten. Hierfür haben wir uns den Sentiero 622 ausgesucht. Der stellt sich anfangs als fordernder, ausgewaschener Wiesentrail vor. Die ersten Höhenmeter sind ein rechter Krampf, mich hauts beinahe vorne über den Lenker. Weiter unten wirds dann besser, die Federgabeln unserer MTB bügeln sämtliche Ungereimtheiten aus, wir fliegen über Steine und Wurzeln.
An der Malga Campo steigen wir in den Sentiero 650 ein, ein MTB Trail, wie ich ihn noch nicht erlebt habe. Immer fahrbar zieht sich der schmale Weg am Hang entlang. Kurze Gegenanstiege kommen gerade Recht um die Hände von der Bremserei zu entspannen. Ab der Malga Campei di Sotto führt der Trail duch dichten Laubwald. Ein weiteres Detail, das den Trail noch interessanter macht. Steine und Wurzeln verstecken sich jetzt unter dichtem Laub. Alles kein Problem. Erwin und ich meistern Felsstufen und Spitzkehren, das ist nicht immer so...
Der Plan ist, den Skull Trail zu biken. Leider entscheiden wir uns an einer Abzweigung für den falschen Weg. Wir hätten weiter auf der Strada Brentegana bleiben sollen, sehen aber einen 50 hm Anstieg und schrecken davor zurück. Als wir das bemerken, ist es leider schon zu spät. Nix wirds aus dem Skull Trail. Wir sind schon zu weit abgefahren und wollen jetzt auch nicht mehr zurück. Jammerschade... Wir schießen mit offenen Bremsen gen Tal, finden uns kurze Zeit später in den Weinbauplantagen von Sano, und letztendlich auf dem bekannten Radweg in Loppio. So ohne Skulltrai war das nicht geplant, hilft aber auch nix mehr... Der weitere Weg nach Torbole führt an den alltäglichen Autostau vor der Stadt vorbei... Mit Tremalzo und Altissimo haben wir die 2010er MTB Saison endgültig eröffnet. Ich vergleiche die beiden MTB Klassiker des Lago miteinander. Beide sind außergewöhnlich und absolut empfehlenswert, der Tremalzo ist durchgängig fahrbar, raufzu und runterzu. Am Altissimo hat man die Kraxlerei zum Gipfel, dafür entschädigen aber die Wege 622 und 650 beim Downhill. Wie wär es denn mit ner MTB Tour, den Tremalzo rauf und den Altissimo runter? Hm, das wärs... :)