Alpencross Cinque Croci | Cinque Croci

Alpencross Tag 4 Cinque Croci

Predazzo - Ziano - Malga Sadole - Passo Sadole - Rif. Forestale Socede di Sotto - Malga Val Cion - Passo Cinque Croci - Rif. Carlettini - Rif. Crucolo - Borgo Valsugana - Levico
72 km / 2130 hm

Cinque Croci
Predazzo am Morgen
Cinque Croci
mir ziehts die Schuhe aus
Cinque Croci
raus aus dem sausteilen Wald
Cinque Croci
600 hm sind geschafft
Cinque Croci
jetzt wirds humaner
Cinque Croci
traumhafte Einsamkeit
Cinque Croci
zwei Schiebeserpentinen
Cinque Croci
gleich ist es......
Cinque Croci
...geschafft
Cinque Croci
checkpoint 1 des heutigen Tages
Cinque Croci
Cima d Asta 2847 m
Cinque Croci
Cinque Croci
downhill 1...
Cinque Croci
...perfetto
Cinque Croci
...zwischendurch wiesig...
Cinque Croci
...unten erdig
Cinque Croci
einmal volltanken bitte
Cinque Croci
Cinque Croci
bequeme Auffahrt zum Cinque Croci
Cinque Croci
Cinque Croci
kurz vor der Malga Val Cion
Cinque Croci
Cinque Croci
Cinque Croci
Cinque Croci
ein paar Meter noch
Cinque Croci
mein Traum wird wahr
Cinque Croci
Elchi am Cinque Croci auf 2018 m
Cinque Croci
Cinque Croci
runter ins Val Sugana
Cinque Croci
Cinque Croci
Blick zurück
Cinque Croci
rein in den Backofen
Cinque Croci
Cinque Croci
Cinque Croci
Cinque Croci

Heute steht mit dem Passo Sadole und dem Passo Cinque Croci die Königsetappe des 2017er Alpencross an. Die letzten drei Tage habe ich gemerkt, dass ich eigentlich saufit bin, also warum nicht mal ein wenig mehr radeln?

Predazzo, das beliebte Ferienziel im Val di Fiemme verlasse ich auf einem schönen Radlweg. Gut drei Kilometer später, ab Ziano ist es gleich vorbei mit der Gemütlichkeit, es geht links rauf in den Wald. Die Forststraße führt gleich von Anfang an extrem steil nach oben. Habe ich nicht gerade gesagt, dass ich saufit bin? Eine ewig lange, serpentinige 20 % Rampe zeigt mir das Gegenteil auf. Mir zieht es die Schuhe aus. Ich schiebe im Schatten und komme doch nicht gescheit voran. Wenn das so weiter geht sehe ich schwarz für mein 2000 Höhenmeter Vorhaben.

Nach dieser Drecksrampe kann ich wieder im Sattel biken. Zweifel, ob die zwei Pässe zu schaffen sind habe ich aber immer noch. Erst ab der Malga Sadole, auf 1600 m Höhe finde ich meine innere Ruhe wieder. Ich bin aus dem finsteren Wald raus, bike in der Sonne und sehe freilaufende Pferde neben mir.
Am Talschluß hinter der Malga Sadole angekommen schiebe ich mein Radl nach oben. Ich bin hier nicht mehr alleine unterwegs. Ein mehr als 70 Jahre alter Italiener, mit neongelben Froteestirnband, Wanderstock und Rucksack ausgerüstet wandert vor mir in ruhigem Tempo zum Passo Sadole. Oben am Pass kommen wir ins Gespräch. Er in italienisch, ich in bayerisch/english. Wir zollen uns gegenseitig Respekt vor der Leistung, da rauf gekommen zu sein. Wobei er schon viel mehr Respekt verdient.
Mit "Austriaca", "Italiana" und vielsagenden Fingerzeigen in der Landschaft, erklärt mir mein italienischer Freund, dass die Gegend um den Passo Sadole und den Monte Cauriol bitter umkämpfter Schauplatz während des Alpenkrieges war. Schade dass ich nicht italienisch kann und schade dass dieser interessante Gespächspartner sich bald Richtung Monte Cauriol verabschiedet. Am Passo Sadole sehe ich noch einige verfallene Bauten aus dem Gebirgskrieg, der hier von 1915 bis 1918 an der Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien ausgetragen wurde.