AlpenX 2011 - Tag 5 / 26.08.2011 / Monte Roen /
Mendola - Rif. Mezzavia - Grillplatz Kuhleger - Monte Roen - Vervo - Castel Thun - Castelletto - Fai della Paganella - Passo Santel
42 km / 1585 hm


Heute kommt die Felskante, welche ich gestern schon vor mir gesehen habe, ins Spiel.


Es handelt sich bei der Kante um den Felsabbruch den man hinter Bozen auf der rechten Seite sieht, wenn man mit dem Auto auf der A22 Richtung Süden fährt. Auf dem Weg in den Süden habe ich schon ein paar mal spekuliert, wie es wäre da oben, eng am Abgrund, rum zu radeln. Da müßte man doch eine recht schöne Aussicht haben?
Das probier ich heute mal aus...

 

Vom Mendelpass geht es gut zu fahren, in welligem Auf und Ab durch schattigen Wald, Richtung Süden. Ich komme auf diesem Forstweg anfangs an einigen Rifugios vorbei, zum Einkehren ist es aber noch zu früh. Hin und wieder wird links von mir der Blick frei, runter zum Kalterer See und Tramin. Auf diesem abwechslungsreichen Weg ist die Strecke bis zum Monte Roen (2116 m) schnell überwunden. Nur die letzten 200 Höhenmeter fordern mich ein wenig. Was heißt, fordern mich ein wenig? Die Höhenmeter zum Monte Roen hoch sind für mich zu steil, ich schiebe. Der Gipfel des Monte Roen ist sehr flach und weitläufig. Hier oben kann ich wieder problemlos radeln.

 

Es hat sich rentiert.
Vom Monte Roen gibt es traumhafte Fernblicke Richtung Westen ins Brentagebirge. Von den gegenüberliegenden Dolomitengipfeln ist leider noch nicht viel zu sehen, die Sonne steht noch im Osten.


Ein mulmiges Gefühl beschleicht mich beim Fotografieren am Abgrund Richtung Osten.
Es hat sich auch in fahrtechnischer Hinsicht rentiert, hier rauf zu kommen. Der anschließende Downhill ist abwechslungsreich, er führt stellenweise nur wenige Meter am Felsabgrund entlang, erst stellt er sich als flowiger Wiesentrail vor, dann ist er wieder steil und felsig.
Später gelange ich wieder auf eine von Stanciu´s Traumtouren. Diesmal auf die Route vom Grauner Joch...

Am Grillplatz Kuhleger vorbei geht es schließlich über die Malga Coredo runter nach Vervo.


Und was kommt dann?
Bei wiederum sommerlichen Temperaturn geht es auf Asphalt dahin. Erst raus aus dem Nonstal, vor Richtung Autobahn A22 und kurz vor Mezzolombardo die elendig lange Auffahrt nach Fai della Paganella hoch. Mit den Höhenmetern die ich heute schon in den Beinen habe, wenns auch nur gute 1000 sind, macht mir das, so spät am Nachmittag keinen rechten Spass mehr.
Lange Anstiege am späten Nachmittag hab ich noch nie gemocht.

Genug gejammert, rauf auf den Hügel, hilft ja nix...

 

max. Höhe:
bergauf:

2116 m
1920 hm
Distanz:
Fahrzeit::
54 km
4:50 Std.
   
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