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20. Oktober, traumhaftes
Herbstwetter. Wo könnte ich die Bikesaison 2006
gebührend abschließen?
Die klassische Karwendelrunde wollte ich ja schon
als Alpencrossvorbereitung fahren. Leider lag zu der
Zeit noch Schnee am Karwendelhaus. Warum also nicht
mit der Karwendelrunde die Saison 2006 beschließen?
Schade dass Martin
heute keine Zeit hat.
So muß ich die Runde also im Alleingang bewältigen.
Schon um halb acht Uhr rolle ich die 6 km vom Mountainikerparkplatz
Schwarzenfeld in Mittenwald bis nach Scharnitz. Und
dann ist es auch schon vorbei mit dem Rollen. In Scharnitz
gehts nach der Isarbrücke 200 hm steil bergauf,
Richtung Karwendeltal. Danach führt eine Forststraße
gemütlich weiter rein ins Tal. Leider hat die
Larchetalm schon geschlossen, da hätte ich eine
Woche früher kommen sollen... Vor mir baut sich
jetzt das Talende auf. Oben sehe ich das Karwendelhaus,
wie es am Hang hängt. :-)
Ich lasse das Karwendelhaus rechts hängen, und
mache erst am Hochalmsattel auf 1803 m Höhe Pause.
Eine kurze Pause, es ist nämlich mit 5° und
heftigem Wind nicht sehr angenehm hier oben. In frischen
Klamotten genieße ich die Schotterabfahrten
zum "Kleinen Ahornboden", durchs Johannestal
und den Schluchtweg bis nach Hinterriß. Letztgenannter
ist ja eigentlich für Biker gesperrt...
Jetzt kommen noch mal zwei gemeine Anstiege. Der erste,
rauf zur Vordersbacher Au, 350 hm, und der zweite,
rauf zur Fereinalm, nochmal 350 hm.
Nach der Fereinalm komme ich das erste mal dazu, Fernsicht
genießen zu können. Das habe ich bisher
auf dieser Tour vermißt.
Mit dem Wissen, die Karwendelrunde gleich geschafft
zu haben, macht die Sause nach Mittenwald hinunter
Spaß. Wieder habe ich einen breiten Forstweg
unter meinen Stollen. Eigentlich bewege ich mich auf
der ganzen Runde auf solchen Autobahnen. Einzige Ausnahme
ist der Weg von Hinterriß zur Vordersbacher
Au.
Abschließend möchte
ich sagen, daß die Karwendelrunde aus obigem
Grund vom fahrtechnischen her uninteressant ist. Auch
landschaftlich bietet sie nichts besonderes. Man bewegt
sich lange Zeit in Tälern. Richtige Fernsicht
gibts nur bei der Abfahrt von der Fereinalm. Vielleicht
bin ich auch etwas verwöhnt durch die tollen
Tage in den Dolomiten, die ich bei unserem Alpencross
2006 erlebt habe.
Das Profil der Karwendelrunde ist mit den zwei Anstiegen
zum Ende der Tour gemein. Wenn man das weiß,
und sich die Kraft entsprechend einteilt, ist aber
auch das kein Problem.
Das war´s dann. Die Bikesaison 2006 hat mit
der Karwendelrunde ihr Ende gefunden.
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