AlpenX 2006 Tag 6 /
22.07.2006 / Cavalese - Manghenpass - Borgo - Kaiserjägersteig - Bertoldi
/ 78,14 km / 2162 hm
Die Straße zum Manghenpass. Auf 13 km werden
ab Molina 1200 hm überwunden. Aussicht haben
wir dabei keine.
Nur Tannenbäume sind zu sehen.
Mein Puls liegt bei diesem Uphill bei ruhigen 125
b/min. In drei Stunden ist der Spuk vorbei. Ich denke
ich hätte noch weiter rauffahren können,
wenn es weiter rauf gegangen wäre. Wie in Trance...
Wir trinken wie immer in den letzten Tagen aus Gebirgsbächen. Beim Raufradeln werden wir von vielen Rennradlern und Motorradfahrern überholt.
Macht nix.
Wir
sind die geistigen Sieger. Eine Woche lang sind wir
nun fast unterwegs, nicht erst seit ein oder zwei
Stunden. Und wir haben etwas mehr Gewicht raufzuwuchten
auf den Hügel.
Mit Milchkaffe, Breze und Handwurst gestärkt
stürzen wir uns ins Val Sugana. Hier gehts bei
42° Hitze durch die Stadt Borgo Val Sugana.
Und
anschließend am Flüßchen Brenta entlang
durch Obst- und Weingärten. Für diese 20
km benötigen wir fast zwei Stunden.
In Santa Giuliana machen wir die letzte Rast vorm
Kaiserjägersteig, einer Wand mit eingearbeiteter
Treppe.
Noch liegt sie im Schatten.
Nachdem wir die
ersten 300 hm unter unseren Gummistollen haben, knallt
die Abendsonne voll rein.
Unsere Pausen machen wir
nach der Anzeige im HAC4. Alle 100 hm eine Pause.
Meistens werden es keine 100 hm und ich brauche schon
Erholung.
Dann ist Schluß. Ich mag nicht mehr und kann nicht mehr.
Wir schieben die restlichen 400
hm. Insgesammt brauchen wir für die 700 hm mehr
als zwei Stunden.
Ich denke an den Manghenpass, den ich ja auch schon in den Beinen habe, und bin wieder ganz zufrieden mit meiner Leistung.
Die letzten Meter des Kaiserjägersteigs fahren
Martin und ich wieder. Den Stolz haben wir. Ich zeig
Martin mal kurz die Säge und schon sind wir vorbei
an der Abzweigung zur Albergo Monterovere.
Was heißt
vorbei?
Wir sind schon wieder 100 oder 200 hm abgefahren.
Das geht ja bekanntlich sehr schnell. Bei der Albergo
Monterovere, einer Berghütte, habe ich von zuhause
aus um ein Doppelzimmer telefoniert.
Vorbei.
Was hören
wir da?
Donnern.
Es fängt an zu tröpfeln.
Hilft nix. Wir müßen auf der Hauptstraße
weiter nach Lavarone, einer Hochebene mit angeblich
vielen Hotels.
Lavarone erreichen wir ohne Probleme. Das Wetter hält, die Frisur auch.
In Gasperi erinnere ich mich an die Garni
Il Muretto. Mit dieser Pension hatte ich zuhause email-Kontakt.
Ich krame kurz die Telefonnummer aus dem Rucksack,
rufe an und die Herbergsmutter sagt: "Ein Doppelzimmer
ist frei."
In Bertoldi plündern Martin und ich einen Einkaufsladen.
Auf dem Balkon unseres Doppelzimmers gibt es Cola,
Semmeln, ein halbes Pfund Käse und Handwürste.
In Bertoldi gibt es eine sehr gute Pizzeria und eine
noch bessere Pizza Alpini.
Und Weißbier gibt es auch...
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max. Höhe: bergauf: Dauer: Durchschnittstemperatur: |
2063 m 2162 hm 9 Std. 51 min. 28,1° C |
Distanz: bergab: Netto-Fahrzeit: Netto-Durchschnittsgeschwindigkeit: |
78,14 km 19734 hm 6 Std. 51 min. 11,39 km/h |
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