AlpenX 2006 Tag 2 /
18.07.2006 / Pfitscherjochhaus - Fussendraß - Pfunderer
Joch - Vintl - St. Lorenzen / 67,76 km / 1377 hm
Um 07:00 Uhr sitzen wir am Frühstückstich
im Pfitscherjochhaus. Es gibt Weißbrot, Schincken
und Käse, Marmelade und Kaffee.
Um 07:30 Uhr
sitzen wir schon im Sattel. Es ist noch etwas frisch,
so früh am Morgen. 40 Minuten lang rollen wir bergab ins Pfitscher Tal.
Dabei vernichten wir schnell mal 800 hm.
In Fussendraß wechseln wir unsere langen Klamotten
gegen leichtes Uphill-Dress. Und schon gehts los.
Ein sausteiler Forstweg, Nr. 17, führt uns hinter
Fussendraß Richtung Pfunderer Joch.
Uns heißt,
Martin, mich und die Mitfahrer einer geführten
Bikegruppe aus Garmisch. Es ist so steil, daß
wir große Schwierigkeiten haben, nach einer
Pause wieder in den Sattel zu kommen. Anfahren am
Berg, so würde es ein Fahrlehrer nennen.
Erst
weiter oben, an der Großberg Alm wird es etwas
weniger steil, wir kommen aus dem Wald heraus und
können die Landschaft wieder besser genießen.
Martin und ich wechseln zwischen Fahren und Schieben.
Das Gelände läßt es für uns nicht
zu, hier alles zu fahren. Den Mitfahrern der geführten
Tour geht es genauso. Sie bewegen sich immer im gleichen
Abstand vor uns Richtung Joch. Schiebenderweise haben
wir Zeit, uns an der herrlichen Landschaft satt zu
sehen.
Oben am Pfunderer Joch weicht das satte Grün
der Almen einem Grau, einer Mondlandschaft aus Geröll
und Stein und dem im Internet oft beschriebenen Altschneefeld.
Es ist ein einmalig schönes Gefühl, am höchsten
Punkt unseres Alpencrosses angekommen zu sein. Wir
machen hier oben eine lange Pause, genießen
das Glücksgefühl und den Stolz über
unsere erbrachte Leistung. Und. Wir freuen uns auf
die lange Abfahrt, über die Weitenbergalm und
Pfunders, nach Vintl.
Von Vintl nach St. Lorenzen sind es circa 20 km Radweg.
Hier werden die letzten Reserven aus unseren Akkus
gesaugt. Mein HAC4 zeigt in
der Nachmittagssonne über
40° , jeder kleine Anstieg in der Höhe einer
Bahnüberführung schmerzt in den Beinen und
vor allem im Hirn.
Erst nach 80 Minuten erreichen
wir tiefenentladen unsere zweite Übernachtungsstätte,
den Gasthof Sonne in St. Lorenzen.
Gasthof Sonne + Dusche + Pizza + Bier = alles ist gut.